31. August 1998

TU Harburg eröffnet erste virtuelle Umweltkonferenz in Deutschland

Themen: Archiv — info @ 11:08

Harburg (agrar.de) – Die TU Harburg bietet ab dem 1. September die erste virtuelle Umwelttagung an. Unter der Adresse http://www.tu-harburg.de/umwelt98 können TeilnehmerInnen der Online-Tagung sich über Umweltthemen austauschen und vorgeschlagene Beiträge diskutieren. Die Internetkonferenz soll über vier Monate andauern.

Kontakt: umwelt98@tu-harburg.de

29. August 1998

Kohl billigt „Projekt im Allgäu“ Bericht

Themen: Archiv — info @ 15:08

Bonn (agrar.de) – Bundeskanzler Helmut Kohl hat den Abschlußbericht des ‚Projekt im Allgäu‘ gebilligt. Bei dem Vorhaben sollten im Allgäu, beispielhaft für andere Grünlandregionen, Maßnahmen zur Erhaltung der Kulturlandschaft und Stärkung des ländlichen Raums erprobt werden.

Ansatzpunkte für ein zukunftsortientiertes Entwicklungkonzept bestehen demnach vor allem in einer Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Rindfleisch, Milch- und Zuchtvieh.

Nach Auffassung der Projektgruppe sind dies konkret die verbesserte Grünlandförderung im Bayrischen Kulturlandschaftsprogramm, die weitere Öffnung des türkischen Marktes für deutsche Zuchtrinder und die Erschließung neuer Exportmärkte wie Marokko, Algerien oder Rumänien.

Der Projektgruppe gehörten an: Dr.Franz-Josef Feiter (Staatssekretär im BMELF), Albert Deß, Dr-Gerd Müller und Kurt J.Rossmanith (alle MdB, CSU), Anton Adelhard (Bay.Staatsmin. für Ern.,Landw. u. Forsten), Adalbert Kienle (DBV), Leonard Keller (Bay.Bauernverb.) sowie Kreisobleute und Kreisbäuerinnen aus dem Allgäu.

Das Projekt geht auf eine Initiative Kohls zurück.

Europas Regionen wollen Stärkung der Landwirtschaft in Randgebieten

Themen: Archiv — info @ 12:08

Brüssel (agrar.de) – Die Abkehr vom Umfang der Erzeugung als alleiniges Kriterium bei der Bemessung von Beihilfen an die Landwirtschaft hat jetzt der Ausschuß der Regionen (AdR) in einer Stellungnahme ‚Zukunft der Randgebiete in der Europäischen Union‘ (CdR 23/98 fin) gefordert.

Danach wollen die Regionen der Europäischen Union bei der Vergabe von Beihilfen künftig die angemessenen Lebensbedingungen für die Landwirte und die Umweltwirkungen der Landschafts- und Ressourcenbewirtschaftung stärker berücksichtigt sehen.

Die Landwirtschaft in den Randgebieten der Union werde durch kurze Vegetationsperioden, beschränkte lokale Nachfrage, geringe technische Ausrüstung der Betriebe und hohe Kosten für Transport besonders belastet.

Der AdR empfiehlt daher Maßnahmen – zur Verminderung der schädigenden Auswirkungen der GAP Reform – zur einer effizienteren Verbreitung von Information über landwirtschaftliche Techniken – zur Entwicklung, Förderung, Ausbildung und Schulung ökologischer Methoden – zur Beibehaltung oder gar Rückführung des Tierbestandes mit Kompensationszahlungen

Bauernverband befürchtet Almensterben durch Agenda 2000

Themen: Archiv — info @ 10:08

Bonn (agrar.de) – Erneut heftige Kritik an den Vorschlägen der EU-Kommission zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (Agenda 2000) hat Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, geübt.

Vor Journalisten, Bergbauern und Feriengästen erklärte er auf der Alm Schnitzlertal im Oberallgäu, die vorgeschlagenen Preissenkungen bei für Berglandwirtschaft so klassischen Produkten wie Milch (-15%) und Rindfleisch (-30%) führten bei Bergbauern zu Einkommensverlusten von bis zu 35%.

Im Allgäu und in Oberbayern seien so allein über 1.300 Almen mit einem Viehbestand von rd. 5.000 Kühen, 50.000 Stück Jungvieh und rd. 40.000 ha Weidefläche in ihrer Existenz bedroht.

Sonnleitner forderte eine ergänzende Einkommenspolitik für die Bergregionen auf Bundes- und Landesebene. Eine Honorierung von Agrar-Umeltleistungen wie Landschaftspflege und Erhaltung des Erholungswertes könnte künftig durch eine Anhebung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes finanziert werden.

16. August 1998

Endlich sauberer Sprit für Motorsägen

Themen: Archiv — info @ 13:08

Düsseldorf/Köln (agrar.de) – Die tägliche Waldarbeit mit Motorsäge und Freischneider wird gesundheitsschonender und umweltfreundlicher, zumindest in den Staatsforsten des Landes NRW. Grund ist ein schadstoffarmer Zwei-Takt-Kraftstoff, den die nordrhein-westfälische Landesforstverwaltung in diesen Tagen eingeführt hat. Bei dem Sonderkraftstoff handelt es sich um ein Alkylatbenzin, das nahezu frei von Blei, Benzol, Olefinen und Schwefel ist.

Aufgrund der erheblichen Mehrkosten hat die Einführung des Kraftstoffes allerdings einige Zeit auf sich warten lassen. Und noch immer liegt der Literpreis für schadstoffreduzierte Alkylat-Gemische bei 4 Mark 36. Doch die Beschäftigten in den staatlichen Forsten können aufatmen. Die Kosten für den Sonderkraftstoff übernimmt die Landesforstverwaltung ebenso wie dessen Lagerung und Verteilung. Interessant auch für die Privatwirtschaft: Bei steigendem Verbrauch rechnen selbst die Hersteller des emissionsarmen Benzins mit einem drastischen Preisverfall.

10. August 1998

BSE: Zwei weitere Fälle in Nord-Frankreich

Themen: Archiv — info @ 13:08

Paris (agrar.de) – In Frankreich sind zwei weitere Fälle von Rinderwahnsinn aufgetreten. Damit ist die Anzahl der BSE-Fälle in Frankreich seit 1990 auf 40 Tiere erhöht.

Das teilte das Landwirtschaftsministerium in Paris mit.

Die erkrankten Rinder gehören zu Herden in der Bretagne sowie im nordfranzösischen Departement Aisne. Die über 200 Rinder der beiden betroffenen Betriebe werden geschlachtet.




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