10. Juli 1998

EU-Kommission unterstützt integrierten Landbau

Themen: Archiv — info @ 11:07

Brüssel (agrar.de) – Die integrierte Landwirtschaft ist Ausgangspunkt auf dem Weg zur nachhaltigen Landbewirtschaftung. Das geht aus Äußerungen des EU-Agrar-Kommissar Franz Fischler am Rande einer Konferenz im englischen Bath hervor.

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Landbewirtschaftung müsse vor allem die ökologische Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft verbessert werden. Am Erreichen dieses Zieles müßten alle Beteiligten wie die Regionen, die Mitgliedstaaten, die europäische Institutionen und die Wirtschaft mitwirken. Die Landwirte müßten dazu gewonnen werden künftig stärker auf nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden zurückzugreifen und verantwortungsvoll mit den natürlichen Ressourcen umzugehen. Dafür stünde ihnen eine angemessene Bezahlung zu.

‚Sie alle könnten sich jetzt auf das innovative Konzept der integrierten Landwirtschaft stützen, das zugleich die wirtschaftliche Lebensfähigkeit und den ökologischen Wert landwirtschaftlicher Produktion gewährleistet‘ sagte Fischler.

Bundesrat entscheidet über Bundesnaturschutzgesetz

Themen: Archiv — info @ 09:07

Bonn (agrar.de) – Nachdem der Bundestag mit Koalitionsmehrheit kürzlich das Ergebnis des Vermittlungsausschusses zur 3.Novelle des Bundesnaturschutzgesetz abgelehnt hatte, entscheidet nun die Länderkammer heute über die ursprüngliche Fassung des Entwurfs.

08. Juli 1998

Bundesärztekammer gibt Massentierhaltung Schuld an Lebensmittelinfektionen

Themen: Archiv — info @ 12:07

Köln (agrar.de) – Die Zahl der Infektionskrankheiten durch bakteriell belastete Lebensmittel ist in den letzten drei Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen.

An der Spitze stünden durch Bakterien verursachte Durchfallerkrankungen. In Schlachthöfen komme es zu einer Campylobacter-Belastung von bis zu 90%. Jedes vierte verkaufte Huhn sei mit Salmonellen infiziert. Das teilt die Bundesärztekammer mit. Hauptverursacher sei die Massentierhaltung.

Nitrat-Richtlinie: EU verwarnt Bonn wegen Verstoßes

Themen: Archiv — info @ 11:07

Brüssel (agrar.de) – Nach Meinung der EU-Kommission unternimmt die deutsche Bundesregierung nicht genug, um Grund- und Oberflächenwasser vor Verschmutzung durch Nitrate zu schützen. Die Kommission hat Bonn deshalb verwarnt.

Brüssel stellte verschiedene Schwächen in dem deutschen Aktionsprogramm gegen Nitratverschmutzung aus der Landwirtschaft fest. Es gebe ungenügende Regeln über die Lagerung von Gülle aus der Tierzucht und über die Höchstmengen von Düngemitteln, die jährlich auf bestimmte Landflächen verteilt werden dürfen, so die Kritik.

Bundesrat entscheidet über Bundesnaturschutzgesetz

Themen: Archiv — info @ 09:07

Bonn (agrar.de) – Nachdem der Bundestag mit Koalitionsmehrheit kürzlich das Ergebnis des Vermittlungsausschusses zur 3.Novelle des Bundesnaturschutzgesetz abgelehnt hatte, entscheidet nun die Länderkammer am 10. Juli 1998 über die ursprüngliche Fassung des Entwurfs.

07. Juli 1998

Flächenstillegung soll verdoppelt werden

Themen: Archiv — info @ 15:07

Non-Food-Raps proftiert

Brüssel (agrar.de) – Landwirtschaftliche Betriebe müssen künftig 10% statt wie bisher 5% ihrer Betriebsfläche stillegen. Das haben die Agrarminister der Europäischen Union einstimmig beschlossen. Diese Maßnahme dient jedoch weniger ökologischen Zielen, als vornehmlich der Entlastung der EU-Getreidemärkte.

Die jetzt beschlossene Ausweitung könnte ein entscheidender Marktimpuls für nachwachsenden Rohstoffe sein. Denn nach geltenden EU-Bestimmungen dürfen solche Flächenstillegungen mit Non-Food-Raps bestellt werden. Die Industrienachfrage für die Schmierstofftechnik und für Biodiesel lag nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) mit 225.000 Tonnen (1997) weit über der Erzeugung von Stillegungsflächen von 140.000 Tonnen (1998).

Die Erzeugerpreise hätten sich auf einem hohen Niveau von 30 bis 35 DMje Dezitonne stabilisiert.

Pestizideinsatz strenger geregelt

Themen: Archiv — info @ 13:07

Änderung des Pflanzenschutzgesetzes

Bonn (agrar.de) – Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln künftig nur noch in den in der Zulassung festgesetzten Anwendungsgebieten erlaubt. Eine entsprechend geändertes Pflanzenschutzgesetz ist am 1.Juli 1998 in Kraft getreten.

Damit wird die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln EU-weit harmonisiert. Im Juli 2001 soll dann eine vollständige Indikationszulassung in Kraft treten. Erzeugerverbände befürchten jedoch eine Verschärfung sogenannter Lückenindikationen. Dabei werden Pestizide in Kulturen eingesetzt für die sie nicht gesondert zugelassen sind. Dies ist besonders bei flächenmäßig relativ kleinen Sonderkulturen z.B. Hopfen oder Wein der Fall.

Pestizidwirkstoffe sollen künftig EU-weit nach einheitlichen Grundsätzen bewertet und in eine entsprechende Liste aufgenommen werden. Beides soll dann Voraussetzung für die nationale Zulassung sein. Für die Ausgestaltung von Übergangsregelungen ist die Biologische Bundesanstalt (BBA) in Braunschweig zuständig, die im Einvernehmen mit dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV, Berlin) und dem Umweltbundesamt (UBA, Berlin) Pflanzenschutzmittel zuläßt.

04. Juli 1998

Pestizidgrenzwerte für Futtermittel

Themen: Futtermittel,Pflanzenschutz — info @ 14:07

Bonn (agrar.de) – Futtermittel, die mehr Rückstände an Pestiziden enthalten als stoffgleiche Lebensmittel, dürfen künftig nicht mehr in Verkehr gebracht werden.

Das teilt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mit. Die entsprechende Änderungen des Futtermittelgesetztes ist am 24.6.1998 in Kraft getreten. Demnach muß z.B. Futtergetreide dieselben Höchstgehalte einhalten wie Brotgetreide.

Die Verschärfung gilt ebenfalls für alle Importe und Exporte, es sei denn, das Bestimmungsland verlangt eine entsprechende Behandlung zum Schutz vor Schadorganismen. Mit den Neuerungen setzt Bonn EU-Bestimmungen in nationales Recht um.

02. Juli 1998

Weniger Arbeitsplätze in Europas Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 16:07

Luxemburg (agrar.de) – Die Zahl der landwirtschaftlichen Vollzeitarbeitsplätze in Deutschland sank im vergangenen Jahr um 3,8%.Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Studie des statistischen Amtes der Europäischen Union hervor.

In der EU gingen 1997 demnach rund 125.000 landwirtschaftliche Vollzeitarbeitsplätze verloren, ein Rückgang um 1,8% auf 6,9 Millionen.

01. Juli 1998

CMA: Öko-Landbau krankt an strukturellen Defiziten

Themen: Archiv — info @ 16:07

Bonn (agrar.de) – Die Zersplitterung des Angebots und eine ineffiziente Distribution über eine Vielzahl kleiner Spezialgeschäfte hält Reinhart Wege, Prokurist der Centralen Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft m.b.H (CMA) für die wichtigsten Absatzhindernisse für Bio-Lebensmittel in Deutschland.

Über 100 Warenzeichen und Markenprogramme der verschiedensten Anbauverbände und Handelsketten würden die Glaubwürdigkeit des Angebotes nicht steigern, sondern den Verbraucher mehr und mehr verwirren.

CMA und AGÖL (Dachverband der deutschen Bio-Verbände) erarbeiten derzeit ein Konzept für die Einführung eines Dachwarenzeichens für Lebensmittel aus ökologischem Landbau.

Der potentielle Marktanteil liege zwischen 10 und 20% (derzeit rd.3%).

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