18. Juli 1998

Nachwachsende Rohstoffe von Stillegungen müssen vermarktet werden

Themen: Archiv,NaWaRos — info @ 14:07

Hannover (agrar.de) – Demnach ermitteln die Landwirtschaftskammern für solche Flächen jeweils auf Landesebene einen anzunehmenden, repräsentativen Ernteertrag.

So legte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium Erträge von 25,0 dt. für Winterraps und 18,0 dt. für Sommerraps fest. Ab 1998 gelten in Niedersachsen demnach folgende Bemessungsgrundlagen: – Durchschnittserträge der letzten 5 Anbaujahre unter Abzug des höchsten und des niedrigsten Ertrages – Non-Food-Abschlag von 15% von den Statistikwerten (Food-Erträge) – Korrektur um negative Einflüsse

17. Juli 1998

Umweltinformation: Brüssel schickt Bonn Abmahnung

Themen: Archiv — info @ 11:07

Brüssel (agrar.de) – Die Europäische Kommission hat der Bundesregierung jetzt schriftlich angemahnt, die Richtlinie über den freien Zugang zu Informationen über die Umwelt umzusetzen. Auslöser war eine Beschwerde über die Behördenpraxis in Schleswig-Holstein.

16. Juli 1998

Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz legt zu

Themen: Archiv — info @ 12:07

Bonn (agrar.de) – Mit der Verabschiedung des Bundeshaushaltes für 1999 in seiner Sitzung am 8.Juli hat das Bundeskabinett auch den nächsten Agrarhaushalt verabschiedet.

Danach wächst der Gesamthaushalt um 0,4% auf 465,3 Milliarden Mark, der Agrarhaushalt um 1,4% auf 11,7 Milliarden Mark. Die Ausgaben für die Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘ (GAK) werden 1999 um rund 91 Millionen auf 1,8 Milliarden Mark aufgestockt.

Rasantes Wachstum für Gensoja und Genmais in den USA

Themen: Archiv — info @ 09:07

Frankfurt (agrar.de) – Der Anbau gentechnisch veränderter herbizidresistenter Sojabohnen in den USA hat sich verdoppelt. Das teilt der Industrieverband Agrar unter Berufung auf Erhebungen eines Hamburger Handelshauses mit.

Demnach stieg ihr Anteil an der Gesamternte von 14% im Jahr 1997 auf 35% im laufenden Jahr (1996: 2%). Die Anbaufläche von rd 10 Millionen Hektar entspricht der gesamten Ackerfläche Deutschlands. Ähnlich ist die Entwicklung bei gentechnisch verändertem Mais. Während diese Sorten 1997 auf rd. 9% der Fläche wuchsen, eroberten sie 1998 mit rd. 8 Millionen Hektar bereits 24% der Maisanbaufläche.

15. Juli 1998

Weitere Ursprungsbezeichungen geschützt

Themen: Archiv — info @ 14:07

Brüssel (agrar.de) – Die Europäische Kommission hat sieben weitere Produktbezeichungen als geschützte Ursprungsbezeichung (g.U.) bzw. Geschützte geographische Angabe (g.g.A.) eingetragen. Dabei handelt es sich um: Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch, Greussener Salami, die Olivenöle Toscano und Terra d´Otranto, sowie Gögginger Bier, Reuther Bier und Wernesgrüner Bier.

Produkte, deren Eigenart mit dem Ort der Erzeugung zusammenhängt, können seit 1992 durch g.U. und g.g.A. geschützt werden. Bisher wurden 478 Bezeichnungen eingetragen.

Über Definition und Kriterien informiert http://www.agrarmarketing.de

Bauernverband dementiert Bericht der Bundesärztekammer

Themen: Archiv — info @ 09:07

Bonn (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband hat Berichte der Bundesärztekammer zurückgewiesen, wonach die ständig steigende Zahl an Infektionskrankheiten beim Menschen auf die Massentierhaltung zurückzuführen seien (wir berichteten).

‚Schuster bleib bei Deinen Leisten‘ kommentierte Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes die Meldungen. Die Landwirtschaft habe in den letzten Jahrzehnten viele vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheiten ausgemerzt.

Eindeutig verschlechtert hätten sich dagegen die Hygienebedingungen beim Umgang mit Lebensmittel in privaten Haushalten, sagte Sonnleitner.

EU-Konsultationsforum: Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 09:07

Brüssel (agrar.de) – Soeben hat das Konsultationsforum für Umwelt und nachhaltige Entwicklung seine Empfehlungen zur Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft vorgelegt. Das von der Europäischen Kommission berufene Gremium aus Fachleuten von Nichtregierungsorganisationen, aus der Industrie, der Wirtschaft, Verbraucherorganisationen, lokalen und regionalen Körperschaften, Gewerkschaften und der Wissenschaft kommt zu folgenden Ergebnissen: 1. Es müssen Rahmenbedingungen am Agrarmarkt geschaffen werden, die Landwirte in die Lage versetzt, nachhaltig zu wirtschaften und sich gleichzeitig am internationalen Markt behaupten zu können. Globalisierung, Handelsliberalisierung und die Notwendigkeit, konkurrenzfähig zu produzieren, können hierzu jedoch in direktem Zielkonflikt mit den Grundlagen einer nachhaltigen Landwirtschaft stehen. 2. Vor Ort müssen lokale Aktionsmöglichkeiten geschaffen werden. Zudem sollten bei der Erzeugung von Lebensmittel hohe Umweltstandards zugrundegelegt werden. Denn es muß sichergestellt werden, daß die Vielfalt der natürlichen Räume und deren Produkte innerhalb der gesamten Kette Landwirtschaft – Lebensmittel erhalten bleibt. Es muß ein gesundes Gleichgewicht zwischen den klaren strategischen Zielen der europäischen Politik auf der einen und der Umsetzung auf die jeweiligen lokalen Bedingungen optimal zugeschnittenen Lösungen der Mitgliedsstaaten geben. Es müssen bessere Möglichkeiten gefunden werden, die lokale Vielfalt und Umweltqualität zu würdigen, zu schützen und sicherzustellen. 3. Externe soziale und ökologische Kosten sind nicht in den Preisen für Produkte und Dienstleistungen enthalten. Sie müssen stärker erfaßt und bewertet werden. Eine zukünftige Politik muß hier viel stärker Politikmaßnahmen, Wirtschaft und individuelles Verhalten in die Verantwortung nehmen. 4. Europäische Institutionen und ihre Art, Probleme zu lösen, müssen sich verändern. Das generelle Ziel muß dabei sein, die Integration des Managements von Agrarflächen, seinen ökologischen Bedingungen, seinen Bewohnern und der Europäischen Integration als Ganzes zu bewirken. Ein nachhaltiger Schritt zu einer nachhaltigen Entwicklung braucht sektorübergreifende Integration verschiedener Instrumente der Umweltpolitik. Dazu müssen konkrete Schritte unternommen werden, um die Entwicklung integrierter Entscheidungsprozesse innerhalb der Institutionen der Europäischen Union und seiner Organe zu fördern. 5. Auf Fakten und Know-How gegründete Strategien sollten dabei als Mittel zur Entwicklung integrierter Lösungen gefördert werden. Bessere Information, Bewußtsein, wissenschaftliche Grundlagen, Wissenstransfer müssen über alle Stufen der Lebensmittelerzeugung, -verarbeitung und des -konsums hin verbessert und umgesetzt werden.

Das Forum fordert die Europäische Kommission dazu auf, die im Bericht vorgelegten Empfehlungen bei der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu berücksichtigen und in den generellen Prozeß der Integration des Nachhaltigkeitsgedankens in die Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung aufzunehmen.

Die englische Fassung der Vorabstellungnahme finden Sie unter http://www.agrar.de/agenda.

Seinen kompletten Bericht will das Forum erst im Laufe des Sommers vorgelegen (wir werden darüber berichten).

Das Europäische Konsultationsforum für Umwelt und nachhaltige Entwicklung ist ein informeller Konsultationsprozess im Rahmen des Fünften Umweltaktionsprogrammes der EU und wurde von der EU Kommission im Dezember 1993 eingesetzt. Seine Aufgabe ist, die EU-Kommission bei Politikreformen zu beraten.

14. Juli 1998

Kompost: Bundesrat beschließt Bioabfallverordnung

Themen: Archiv — info @ 14:07

Bonn (agrar.de) – Mit einigen Änderungsvorschlägen hat die Bioabfall-Verordnung nun auch den Bundesrat passiert. Die Bundesregierung muß nun noch den vom Bundesrat beschlossenen Detailänderungen zustimmen. Ministerin Merkel erklärte, vor allem die Landwirtschaft erhalte durch die Verordnung eine höhere Rechtssicherheit. Zudem hätten Kommunen und Anlagenbetreiber jetzt Planungssicherheit. Daher erwartet Merkel, daß das Volumen der Abfallkompostierung und -vergärung weiter zunimmt.

Derzeit werden jährlich 5 bis 6 Mio. Tonnen Bioabfälle in über 500 Kompostierungsanlagen verarbeitet. Das Potential wird bundesweit auf über 10 Mio. Tonnen geschätzt. Die Verordnung regelt, welche behandelten oder unbehandelten biologisch abbaubaren Abfälle auf gartenbaulichen oder landwirtschaftlichen Flächen aufgebracht werden dürfen. So sind laut Merkel strenge Grenzwerte für Schwermetallkonzentrationen in den gewonnenen Düngern vorgesehen. Schadstoffuntersuchungen müssen mindestens vierteljährlich oder je 2.000 t eingesetzter Bioabfälle erfolgen. Anders als ursprünglich vorgesehen soll die gleichzeitige Düngung mit Bioabfällen und Klärschlämmen auf einer Fläche verboten werden.

Wintergerste / Raps: Schlechtes Wetter behindert Getreideernte

Themen: Archiv — info @ 10:07

Schwerin/Potsdam (agrar.de) – Durch den verregneten Sommer drohen der Landwirtschaft hohe Verluste. Sollte sich das Wetter nicht entscheidend bessern, sei bei der Getreideernte mit Einbußen zwischen zehn und 20 Prozent zu rechnen, melden die Landwirtschaftsministerien in Brandenburg und MV. Unkraut durchwachse das Lagergetreide und durch die hohe Feuchtigkeit im Erntegetreide werden hohe Trocknungskosten erwartet.

Regional könne die hohe Feuchtigkeit auch zu einem Totalverlust der Ernte führen, weil das Getreide durch den Dauerregen auf den Boden gedrückt sei und nicht mehr abgemäht werden könne.

Auch beim Raps sei die Situation kritisch. Die erntereifen Pflanzen könnten wegen des schlechten Wetters nicht eingebracht werden, die Schoten drohten zu platzen. Zudem ist durch die gute Ernte des Vorjahres kein attraktiver Erlös zu erwarten, da vielerorts die Lager noch voll sind.

13. Juli 1998

Schweinepest in MV: Jagd auf Wildschweine einzige Maßnahme?

Themen: Schweine,Schweinepest,Tierseuchen — info @ 10:07

Witzenhausen/Schwerin (agrar.de) – In einer gemeinsamen Erklärung geben BUND und der Landesjagdverband von Mecklenburg-Vorpommern dem ‚falschen und ungenügenden Handeln von verantwortlichen Menschen‘ eine Mitschuld und warnen, das Ministerium für Landwirtschaft und Naturschutz hätte und habe die Vorkommnisse um die Schweinepest nur unbefriedigend unter Kontrolle.

Die Verbände halten die Vorgehensweise des Ministeriums für nicht ausreichend und wehren sich gegen die ‚einseitige Bejagung von Schwarzwild als einzige Maßnahme gegen die Schweinepest‘. Landwirtschafts-und Naturschutzminister Brick wird aufgefordert, konkrete Handlungsweisen einzuleiten, die dem Ausmaß der Schweinepest und den dadurch entstandenen Schäden angemessen sind und den Ursachen entgegenwirken.

Als Handlungsweisen werden gefordert: – die Impfung der Hausschweinebestände – Erfassung und Kontrolle der Hausschweinebestände und deren Bewegungen – Einschränkung der Tiertransporte auf ein Mindestmaß – Förderung von regionalen Vermarkungskreisläufen und artgerechter Tierhaltung – einheitliches Handeln und stärkere Unterstützung der Schweinehalter bei der Durchsetzung veterinärhygienischer Maßnahmen.

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