18. Juli 1998

Streit zwischen Tierhaltern und Schlachtbetrieben

Themen: Archiv — info @ 16:07

Hannover (agrar.de) – Die neue Rindfleischetikettierungsverordnung führt in Niedersachsen offenbar zu Spannungen zwischen Tierhaltern und Schlachtbetrieben.

Dort hatten Schlachtbetriebe Tierhaltern die zusätzlichen Kosten der neuen Etikettierung von 5 bis 10 DM als Vorkosten in Rechnung gestellt. Der Niedersächsische Landvolkverband hat dieses Vorgehen scharf verurteilt. Er rief die Tierhalter auf, Schlachtviehabrechnungen genau zu prüfen und gegen Vorkostenbelastungen für die Rindfleischetikettierung vorzugehen. Gemäß der Durchführungsverordnung zum Vieh- und Fleischgesetz dürften die Vorkosten für die Erfassung, Verwiegung sowie Transport und Versicherungskosten lediglich denjenigen Betrag umfassen, um den der Preis frei Schlachtstätte verringert würde.

Zudem erbrächten Tierhalter durch die Rinderkennzeichnung bereits eine Vorleistung für das Etikettierungssystem. Weitere Kostenbelastungen könnten den Landwirten nicht aufgebürdet werden.




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