13. Mai 1998

EU-Strukturpolitik: Wulf-Matthies sieht Verbesserung

Themen: Archiv — info @ 12:05

Borchert befürchtet Nachteile für ländlichen Raum

Berlin (agrar.de) – Konzentration, Effizienzsteigerung und Vereinfachung sind die Leitbegriffe für ein Programm, das Vision für die Zukunft, Reformpaket und Finanzrahmen zugleich ist, verteidigte das für Regionalpolitik zuständige Mitglied der EU-Kommission, Monika Wulf-Matthies, das Reformpaket Agenda 2000.

Zwar sollen statt wie bisher 51% der Bevölkerung künftig nur noch 35-40% von der Strukturpolitik profitieren. Man habe allerdings darauf geachtet, daß das Ausmaß der Einschnitte den Betroffenen vermittelt werden könne. Deshalb enthalte die Strukturforndsverordnung auch ein Sicherheitsnetz, das die Reduzierung förderfähiger Gebiete begrenze. ‚Die Bundesrepublik ist keinesfalls ein Verlierer der Agenda 2000. Die Reform der Struktur- und Agrarpolitik dürfte sogar zu einer relativen Verbesserung der Netto-Zahler-Position Deutschlands führen‘ sagte Wulf-Matthies.

Den Wegfall ländlicher Räume als eigenständiges Förderziel durch die Reform der Strukturfonds kritisiert Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert. Die Neuordnung der EU-Strukturförderung dürfe nicht dazu führen, das die Strukturprobleme der Ballungsgebiete auf Kosten der ländlichen Räume gelöst werden.




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