11. Mai 1998

Öko-Landbau: Zwischen Förderung und Preisverfall?

Themen: Archiv — info @ 16:05

Bonn (agrar.de) – Von 54 Öko-Betrieben kehrten 23% nach Ende des fünfjährigen Förderzeitraums aus betriebswirschaftlichen Gründen wieder zur konventionellen Wirtschaftsweise zurück.

So lautet das Fazit eines 5jährigen Forschungsvorhabens zur Umstellung auf ökologischen Landbau in den neuen Bundesländern, das die Georg-August-Universität Göttingen im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums durchführte. Ob sich eine Betriebsumstellung auf kontrolliert ökologischen Landbau lohnt, hängt demnach vor allem von der Betriebsstruktur, den Vermarktungsmöglichkeiten und dem unternehmerischen Geschick des Betriebsleiters ab.

Ohne staatliche Beihilfen hätte eine Umstellung in den meisten Fällen jedoch zu direkten Einkommenseinbußen geführt. Zwar hätten Ackerbaubetriebe stark von den höheren Preisen für Bioprodukte profitieren können. Doch bei anderen Betriebsformen wie z.B. bei Futterbaubetrieben mit Rinder- oder Milchviehhaltung sei der betriebswirtschaftliche Erfolg bereits sehr stark von der Extensivierungsförderung abhängig gewesen.

Der im Untersuchgungszeitraum zu verzeichnende deutliche Preisrückgang für Bioprodukte ist nach Ansicht der Göttinger Wissenschaftler vor allem Folge der bundesweiten Ausdehnung der Öko-Anbaufläche.




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