04. Dezember 1997

BSE: Zunehmende Spannungen zwischen England und Irland

Themen: Archiv — info @ 12:12

Britische und walisische Landwirte zeigen Ihren Unmut über den Zusammenbruch des Rindfleischmarktes und die zunehmenden Einfuhren aus Irland durch Demonstrationen und Blokaden.

Irland Agrarminister Walsh will noch heute bei seinem britischen Amtskollegen Cunningham zu einer Krisensitzung zusammenkommen und auf die Respektierung des europäischen Binnenmarktes und seiner offenen Grenzen verweisen.

03. Dezember 1997

BSE: Erster Fall in Luxemburg

Themen: BSE,Rinder — info @ 10:12

Export nach Deutschland bestätigt

Luxemburg (hs) – Luxemburg hat seinen ersten BSE-Fall. Dort besteht seit Montag abend kein Zweifel mehr daran, daß eine Kuh aus einem Stall in Givenich, nahe der deutschen Grenze an der Bovinen Spongioformen Encephalopathie erkrankt ist.

Dr.Josef Kremer, Direktor der zuständigen Veterinärbehörden gegenüber @grar.de Aktuell: „Insgesamt 9 Kühe aus diesem Bestand sind an saarländische Betriebe weiterverkauft worden“.

02. Dezember 1997

BSE: Europäische Union reagiert auf "Nature"-Berichte

Themen: BSE,Rinder — info @ 12:12

Brüssel (agrar.de) – Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen, die Anfang October im angesehenen britischen Magazin „Nature“ veröffentlich worden waren und die den Erreger der Bovinen Spongiformen Encephalopathie (BSE) mit einer in Großbritannien aufgeretenen neuen Variante des Erregers der für den Menschen tödlichen Creutzfeldt-Jacob Krankeit (CJK) in Verbindung gebracht hatten, haben jetzt zu ersten Konsequenzen geführt.

Aufgrund der Berichte verschärfte die Europäische Kommission ihre Verordnung 90/679/EEC „Arbeitsplatzsicherheit gegenüber Exposition von BSE-Erregern und verwandten Formen“.

Die Erreger von BSE und anderer Formen tierischer spongioformer Encephalophatien werden nun in diesselbe Gefahrengruppe eingeordnet, wie der Erreger der Creutzfeldt-Jakob Krankheit. Die verschärfte Verordnung gilt für alle Arbeitsplätze, besonders in landwirtschaftlichen Betrieben, Schlachthäusern und pathologischen Labors.

Die neue Verordnung muß bis zum 30.6.1998 in nationales Recht umgesetzt werden.

Fair Trade Bananen: EU schätzt Potential auf 10% Marktanteil

Themen: Archiv — info @ 11:12

Brüssel (agrar.de) – 74% der europäischen Verbraucher wären bereit Bananen auf fairem Handel zu kaufen, wenn diese parallel zu herkömlichen Bananen angeboten würden. Das ergab eine repräsentative EUROBAROMETER Untersuchung in allen 15 Mietgliedsstaaten der Union.

Dabei wären 37% sogar bereit bis zu 10% mehr zu zahlen. Aufgrund der EUROBAROMETER-Ergebnisse geht die Europäische Kommission von einem Marktpotential für Fair Trade Bananen in der EU auf 300.000 bis 400.000 t pro Jahr, also einem Maektanteil von rund 10% aus.

„Fair Trade Label“ tragen solche Produkte, die aus sog. Entwicklungsländern stammen und die nach besonderen sozialen oder ökologischen Kriterien produziert und gehandelt wurden. In der Praxis finden bisher Stanards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), internationaler Konventionen und den Empfehlungen der Agenda 21 der UN Anwendung.

Rio+5: GLOBE veröffentlicht Bericht über Landwirtschaft und Umwelt

Themen: Archiv — info @ 09:12

Tokyo (agrar.de) – Yoshio Yatsu, Mitglied des japanischen Parlaments und Vize-Präsident von GLOBE Japan, hat jetzt einen umfang reichen Bericht zum Thema Landwirtschaft und Umwelt vorgelegt.

GLOBE ist eine internationale Vereinigung von Parlamentnariern, die sich für den globalen Umweltschutz einsetzen.

Internet: http://www.globeint.org e-mail: globeinter@innet.be

01. Dezember 1997

Agrar-Umweltleistungen: Deutscher Sparkassen- und Giroverband für neuen "Generationenvertrag"

Themen: Archiv — info @ 15:12

Bonn (agrar.de) – Nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Sparkassen-und Giroverbandes, Dr. Horst Köhler, übernimmt die moderne Landwirtschaft nicht nur die Grundsicherung der Nahrungsversorgung, sondern nicht zuletzt auch neue Aufgaben beim Umwelt- und Naturschutz.

Diese Leistung sei im besten Sinne ein Beitrag zu einem Generationenvertrag neuer Art, den die Gesellschaft dringend benötige, um ökonomisch, ökologisch und sozial den Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung gerecht zu werden.

Patente: IFOAM klagt gegen Neem Patent für USDA und W.R.Grace

Themen: Archiv — info @ 14:12

Brüssel (agrar.de) – In einer gemeinsamen Aktion mit fünf internationalen Umwelt- und Entwicklungs-NGOs hat IFOAM jetzt beim Europäischen Patent Amt (EPO) Klage gegen ein Patent für ein auf Neem basierenden Fungizids erhoben und verlangt dessen Rücknahme.

Das Patent war dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) und dem Unternehmen W.R.Grace erteilt worden.

Das Wissen um die fungizide und antiseptische Wirkung des Neembaumes sei traditionelles Kulturgut indigener Bevölkerungsgruppen in Indien, so die Anklage.

Während nun per Patentinhaber Milliardenumsätze erwarten dürfe, gingen die eigentlichen „Erfinder“, indische Kleinbauern, leer aus.

Gentechnik: IFOAM rügt amerikanische Umweltbehörde (EPA)

Themen: Archiv — info @ 12:12

Washington D.C. (agrar.de) – Die Internationale Vereinigung Biologischer Landbaubewegungen (IFOAM) wehrt sich gegen die Zulassung von mit Genen des Bazillus thuringiensis gentechnisch veränderter Pflanzen durch die amerikanische Umweltbehörde (EPA).

Als nicht-chemisches Schädlingsbekämpfungsmittel spielt der Bazillus thuringiensis im ökologischen Landbau eine herausragende Rolle.

Nach einer endgültigen Zulassung sieht die IFOAM Petition dessen Wirksamkeit durch Resistenzenbildung akut gefährdet.

Der Petitionstext im Internet: http://www.ecoweb.dk/ifoam

IFOAM: 5.Internationale Handelskonferenz ein Erfolg

Themen: Archiv — info @ 11:12

Tholey-Thely (agrar.de) – Bernward Geier, Generalsekretär der Vereinigung Biologischer Landbaubewegungen (IFOAM), zieht ein mehr als positives Resume über die 5. Handelskonferenz der Organisation vom 24.-17.9.`97 in Oxford.

Mit rund 500 Teilnehmern aus 50 Ländern, Grußbotschaften von Prince Charles und EU-Agrarkommissar Fischler, sowie Redebeiträgen von Dr. Jack Cunningham (britischer Agrarminister), Francis Sampson (Welthandelsorganisation), James Gurkan (FAO) und Thilo Bode (Greenpeace) sei die Konferenz ein Meilenstein für die Förderung des internationalen Handels kontrolliert biologischer Produkte gewesen.

Ein Ergebnis der Konferenz ist die Einrichtung einer ständigen Arbeitsgruppe zu Handelsfragen.

Die IFAOM war 1972 durch fünf Organisationen aus Frankreich, Schweden, Südafrika, den USA und Großbritannien gegründet worden.

Die Dokumentation „The Future Agenda for Organic Trade“ (DM 58.-) ist zu erhalten bei IFOAM.

Kontakt: Fax: 06853 30110; e-mail: ifoam@t-online.de

Patente: EU erlaubt "Patente auf Leben"

Themen: Archiv — info @ 11:12

Brüssel (agrar.de) – In der Europäischen Union können künftig „Patente auf Leben“ angemeldet werden. Das meldet der Welt-Nachrichtendienst.

Nach fast zehnjährigem Streit hätten die Wirtschaftsminister der EU jetzt eine Richtlinie über den rechtlichen Schutz biotechnologischer Erfindungen verabschiedet.

Im Europaparlament stieß die Entscheidung auf heftige Kritik. Die Würde des Menschen würde verletzt, da der menschliche Körper zur Kommerzialisierung freigegeben werde, sagte Hiltrud Breyer Abgeordnete der Grünen.

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