08. November 1997

Kompostverordnung: Deutscher Bauernverband übt Kritik

Themen: Archiv — info @ 15:11

Bonn (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) zeigt sich unzufrieden mit der dem Bundeskabinett am 6.11.1997 vorgelegten Bioabfall- und Kompostverordnung.

Hauptkritikpunkt: schlecht abgestimmte und zu hohe Grenzwerte.

So erlaube die Bioabfall- und Kompostverordnung beispielsweise bei Blei die Ausbringung von 1.000 Gramm pro Hektar und Jahr, während der Entwurf einer Boden- und Altlastenverordnung jedoch nur eine Belastung von 400 Gramm pro Hektar und Jahr vorsehe.

Der umweltpolitische Zielkonflikt zwischen der Verwertung organischer Abfälle und dem Schutz des Bodens gehe somit einseitig zu Lasten der Landwirte.

Die Bundesländer fordert der DBV auf, die jetzt vorgelegte Verordnung im Bundesrat zu stoppen und statt dessen die Beschlüsse der Konferenzen der Agrar- und Umweltministerminister zur Verbesserung der Kompostqualitäten umzusetzen.

EXPO 2000: CMA will den Bereich "Essen und Trinken" übernehmen

Themen: Archiv — info @ 13:11

Hannover (agrar.de) – Die CMA hat nach Angaben der EXPO 2000 Hannover GmbH eine Absichtserklärung zur Teilnahme an der Weltausstellung mit einem Vertragsvolumen von 80 Mio DM unterschrieben.

Damit will sich die EXPO 2000 Hannover GmbH nach eigenen Angaben eines starken Partners für die Versorgung der Weltausstellung sowie für die Einwerbung der Produktpartner und Lieferrechte für Lebensmittel und Getränke in einem noch zu gründenden Firmenpool versichern.

EXPO 2000 Geschäftsführer Dr.Reinhard Volk: „Wir sind sehr zufrieden, mit der CMA in Qualität und Vielfalt einen kompetenten Partner gefunden zu haben, der für uns zur Weltausstellung den Bereich „Essen und Trinken“ zum großen Teil übernimmt“.

EU: drastische Mittelkürzung bei Tierseuchenprogramm 1998

Themen: EU,Tierseuchen — info @ 12:11

Brüssel (agrar.de) – Im kommenden Jahr will die EU Kommission bei der Bekämpfung von 13 Tierseuchen in den Mitgliedsstaaten und den Nachbarländern nur noch 48,5 Mio ECU ausgeben.

Bei einem Vorjahresetat von 67 Mio ECU eine Reduzierung um 28%.

Die Kommission begründet ihren Schritt u.a. mit der aus ihrer Sicht erfolgreichen Bekämpfung der Tollwut. Sie könne bald in der gesamten EU ausgerottet sein. So sei in Frankreich – erstmals seit 1969 – in den letzten 10 Monaten kein Tollwutfall mehr gemeldet worden. Mit 4,15 Mio ECU will die EU für die Fortsetzung der Tollwutkampagne 1998 deshalb deutlich weniger ausgeben als bisher.

Mit 2,8 Mio ECU wird 1998 der größte Einzeletat für die Tollwutbekämpfung nach Deutschland fließen. Ebenso wie 1,3 Mio ECU für die Bekämpfung der Schweinepest und 2,7 Mio ECU zur Bekämpfung der Aujeskischen Krankheit.

Zur Ausrottung der Brucellose bei Schafen und Ziegen in den südlichen Mitgliedsländern will die EU im kommenden Jahr 17,2 Mio ECU aufwenden. Brucellose kann beim Menschen das sog. „Malta-Fieber“ auslösen, eine kräftzehrende Krankheit mit oft tödlichem Ausgang.

Bei Rindern sollen gezielte Aktivitäten in Gebieten mit höheren Infektionsraten soll die letzten bestehenden Infektionsherde für Tuberkulose, Brucellose und enzootischer Leukose ausrotten.

Darüberhinaus will die EU Programme zur Kontrolle der Traberkrankheit unterstützen. Sie ist mit dem sog. „Rinderwahnsinn“ (BSE) verwandt. Die BSE Bekämpfung selbst ist nicht Bestandteil dieses Programms, da sie aus anderen Haushaltsposten finanziert wird.

Rindfleisch: Landvolk kritisiert Verlust von Marktanteilen

Themen: Archiv — info @ 12:11

Hannover (agrar.de) – „Während in der EU zunehmend mehr Plätze in den Rinderställen leerbleiben, werden weltweit immer mehr Rindviecher für die Erzeugung von Burgern, Roastbeef und Rouladen geschlachtet“ kritisiert das Niedersächsische Landvolk den Verlust an Marktanteilen europäischer und deutscher Erzeuger.

Zwar sei die weltweite Erzeugung von Rindfleisch zwischen 1993 und 1996 um 2,7 Mio t von 53,8 Mio t auf 56,5 Mio t um jährlich rund 1,3% gewachsen.

Doch von diesem Wachstum hätten vor allem Erzeuger in den USA und lateinamerikanischen Ländern prfotiert, die den steigenden Fleischapetit südostasiatischer Verbraucher als Folge der Öffnung dortiger Märkte, bedient hätten.

Europäische Rindfleischerzeuger dagegen hätten als Folge exporterschwerender GATT-Beschlüsse und massiver Absatzverluste durch BSE zwischen 1993 und 1996 rund 5% weniger Rindfleisch produziert.

Die Produktion in EU Mitgliedssaaten sei von 8,18 Mio t auf 7,7 Mio t zurückgegangen und damit der europäische Anteil (EU) an der weltweiten Erzeugung von 15,2 % (1993) auf 13,6 % (1996) gesunken.

05. November 1997

FAO – Konferenz: Welternährungslage und Haushaltsberatungen stehen im Vordergrund

Themen: Archiv — info @ 12:11

Rom (FAO) – Mit der Welternährungslage und der Verabschiedung des Haushalts befasst sich die am (kommenden) Freitag (7. November) beginnende 29. Konferenz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). An dem Treffen nehmen Minister und Regierungsvertreter aus über 170 Ländern teil.

Die alle zwei Jahre stattfindende FAO-Konferenz endet am 18. November. Leiter der deutschen Delegation wird Staatssekretär Franz-Josef Feiter sein. FAO-Generaldirektor Jacques Diouf wies darauf hin, dass die FAO in den kommenden zwei Jahren die Mitgliedsländer dabei unterstützen werde, die Ziele des Welternährungsgipfels von 1996 umzusetzen. Nach neuen Schätzungen der FAO, die zur Konferenz veröffentlicht wurden, lag die Weltagrarerzeugung 1996 um 3,6 Prozent höher als 1995. Dieses relativ hohe Wachstum ist vor allem auf die Produktion in China zurückzuführen, die 1996 um 6,3 Prozent wuchs. Für 1997 rechnet die FAO weltweit mit einem geringeren Zuwachs um nur rund 1,1 Prozent. Die FAO machte zusätzlich darauf aufmerksam, dass die Nahrungsmittelhilfe 1996/97 deutlich um 37 Prozent oder 2,8 Millionen Tonnen auf 4,9 Millionen Tonnen gesunken sei.

Die Hilfsleistungen seien damit auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Nahrungsmittelhilfe Mitte der 50er Jahre gesunken. Der Konferenz liegen zwei Vorschläge für den FAO-Haushalt 1998/99 vor: 675,3 Millionen Dollar, was einem realen Nullwachstum entspricht, oder 650 Millionen Dollar, was der Höhe des jetzigen Budgets entspricht und Programmeinsparungen erforderlich machen würde, um Kostensteigerungen aufzufangen. Die FAO werde sich auch in Zukunft auf höhere Effizienz und weitere Einsparungen konzentrieren, sagte Generaldirektor Diouf. Es gebe aber angesichts der bereits eingeleiteten Sparprogramme Grenzen hinsichtlich des Umfangs und des zu erreichenden Fortschritts.

Die FAO hat deutlich gemacht, dass sie ihre Prioritäten soweit wie möglich beibehalten wird. Dazu gehören: die internationale Pflanzenschutzkonvention, der Verhaltenskodex für den Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln, der Codex Alimentarius, der Schutz und die Nutzung genetischer Ressourcen, die Fischerei, Beobachtung der Forstressourcen, die Umsetzung der Uruguay-Runde im Agrarbereich, das FAO-Sonderprogramm zur Ernährungs-sicherung,das Globale Informations- und Frühwarnsystem, sowie die Rolle der Frauen im Entwicklungsprozess.

04. November 1997

Agrar-Experte kritisiert Agrarpolitik der EU

Themen: Archiv — info @ 10:11

Bruessel (FAO) – Michael Tracy, laut Financial Times einer der fuehrenden europaeischen Analysten der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU Kommission (CAP) erhebt schwere Vorwuerfe gegen die Kommission. (Michael Tracy: Agricultural Policy in the European Union and Other Market Economies, Brussels, 1997)

Tracy bemaengelt vor allem das voellige Fehlen von Zeitrahmen fuer die Dauer neuer Kompensationszahlungen. Es gibt sicherlich keine Rechtfertigung dafuer, endlos den vollen Ausgleich fuer fruehere Einkommensverluste.“ so Tracy.

Im Hinblick auf immer knappere Kassen auch bei der EU betont Tracy, die Oeffentlichkeit werde nicht auf Dauer Zahlungen an die Landwirtschaft akzeptieren, wenn die Grunede dafuer immer obskurer werden.“.

Spanisches Landwirtschaftsministerium im Netz

Themen: Archiv — info @ 09:11

Barcelona (agrar.de) – Seit dem ersten Oktober ist das spanische Landwirtschaftsministerium unter http://www.gencat.es/darp zu erreichen.

Schwerpunkte sind Informationen ueber die Produktion in den einzelnen Regionen Spaniens und Nahrungsmittel.

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