24. November 1997

Novel Food: BgVV fordert Schutz der Verbraucher vor möglichen Risiken

Themen: Archiv — info @ 13:11

Berlin (agrar.de) – Einen umfassenden Schutz der Verbraucher vor möglichen Risiken durch neuartige Lebensmittel forderte der Direktor des Bundesinstitutes für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV), Prod.Dr.Dr.h.c. Arpad Somogyi.

„Neuartige Lebensmittel müssen für den Verbraucher ebenso sicher sein, wie konventionelle Lebensmittel“ sagte Somogyi bei einem Internationalen Novel Food Symposium in Berlin.

Prof.Dr. Karl-Heinz Engel von der Technischen Universität München präsentierte Forschungsergebnisse, die zeigen, daß neben gewollten gentechnischen Veränderungen immer aus unerwartete Effekte auftreten können.

Diese könnten, da sie unerwartet sind, bei den Sicherheitsbewertungen, die der Zulassung eines neuartigen Lebensmittels vorausgehen, unerkannt bleiben und ein Verbraucherrisiko darstellen.

Zur Reduzierung dieses Risikos, empfahlen Experten ein sog. „Post Marketing Surveillance“ durchzuführen, eine zeitlich befristete Nachbeobachtung für Novel Foods, die bereits in den Handel gelangt seien.

Die „Novel-Foods-Verordnung“ der EU war in den den Mitgliedssaaten der Europäischen Union im Mai dieses Jahres in Kraft getreten.

23. November 1997

Hofnachfolge: Eropäische Union vor Generationswechsel

Themen: Archiv — info @ 14:11

Brüssel (agrar.de) – Die Altersverteilung der ländlichen Bevölkeruhg der Europäischen Union, speziell unter den Leitern landwirtschaftlicher Betiebe, sind eine große Herausforderung für eine ausgewogene Entwicklung des ländlichen Europas. Darauf wies die Vertretung der Kommunen und Regionen in der EU, der Ausschuß der Regionen (AdR), hin.

Mehr als die Hälfte der Leiter landwirtschaftlicher Betriebe in der Europäischen Union (55%) seien 55 Jahre alt oder älter – hingegen nur 10% 35 Jahre und jünger.

Durch die oft sehr hohen finanziellen Belastungen der Betriebe schreckten jedoch gerade sie von einer Hofübernahme zurück.

Der AdR ist der Auffassung, daß es gerade jungen Hofnachfolgern ermöglicht werden muß in die Zukunft ihrer Betriebe zu investieren, als von den Bürden der Vergangenheit blockiert zu werden.

EU: Freier Verkehr für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen

Themen: Archiv — info @ 12:11

Brüssel (agrar.de) – Der freie Verkehr land- und forstwirtschaftlicher Zugmaschinen auf Rädern ist in der Europäischen Union zukünftig gesichert.

Nach Einigung mit dem Europaparlament hat der Europarat eine entsprechende Richtlinie vom 29.7.1997 nun endgültig verabschiedet.

Danach wird die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge für Land- und Forstwirtschaft, die den Löwenanteil entsprechenden Fahrzeugmarktes in der Europäischen Union ausmachen, von 30 km/h auf 40 km/h heraufgesetzt.

22. November 1997

Niederlande: Agrarwirtschaft zweitgrößter Einzelnachfrager nach Umweltprodukten und Umweltdienstleistungen

Themen: Archiv — info @ 15:11

Utrecht (agrar.de) – Bei der niederländischen Nachfrage nach Umweltprodukten und Umweltdienstleistungen stehen nach Angaben des „Innovationszentrums Midden Nederland“ die Agrarwirtschaft und deren Produkte ganz weit oben.

Die Nachfrage der privaten Wirtschaft liegt mit 65% fast doppelt so hoch, wie die des öffentlichen Sektors (35%).

Die größten Einzelnachfrager aus der Privatwirtschaft sind dabei die Industrie (78%) und die Landwirtschaft (3%). Weitere 19% der Nachfrage verteilten sich auf andere Bereiche und Branchen.

Die Industrie fragt vor allem umweltfreundliche Lebensmittel und Getränke (24%) nach, gefolgt von petrochemischen Produkten (20%), chemischen Produkten (17%), Papier- und Druckerzeugnissen (13%) sowie anderen Umweltprodukten und -leistungen (26%).

Das „Innovationszentrum Midden Nederland“ veranstaltet am 11.-12.12.´97 in Utrecht die diesjährige internationale ECOPartner Börse für Umwelttechnologie

Kontakt: Tel: +31 30 231 – 5694; Fax: – 5648

BSE und Tiermehl: Diskusionspapier der Europäischen Union

Themen: Archiv — info @ 15:11

Brüssel (agrar.de) – Im Jahre 1996 wurden in der EU rund 15,8 Mio. Tonnen tierische Abfälle zu 6,2 Mio. Tonnen Tiermehl und Fetten für Futtermittel oder zur technischen Verwendung z.B. in der Kosmetikbranche verarbeitet.

Bei rund 15% dieser tierischen Abfälle handelt es sich um gefährliche Stoffe.

Zwar würde ein Verbot der Verwendung dieser Stoffe für die Herstellung von Futtermitteln das Risiko der Übertragung von BSE und anderen Seuchen verringern, doch ist hierdurch auch mit Verlusten von Einkommen und Arbeitsplätzen auf Seiten der Verarbeiter zu rechnen. So die Meingung der Europäischen Kommission.

Dies könne jedoch teilweise durch die Entstehung neuer Arbeitsplätze bei der Entsorgung dieser Stoffe durch Verbrennen kompensiert werden, so die Kommission weiter.

Ein aktuelles Diskusionspapier der Kommission zu diesem Thema finden Sie unter http://europa.eu.int/en/comm/dg06/vet/bse/01_de/summary.htm

Ländliche Entwicklung: 50 Mio ECU für die Vorbereitung Tunesiens auf "Euro-Mediteran"

Themen: Archiv — info @ 13:11

Brüssel (agrar.de) – Die Europäische Kommission hat eine finanzielle Unterstützung von 50 Mio ECU für Projekte zur integrierten ländlichen Entwicklung und Management von Umweltresourcen in acht Provinzen Mittel- und Nordtunesiens zur Verfügung gestellt.

Tunesiens Agrarsektor beschäftigt rund 1/3 der arbeitenden Bevölkerung steuert jedoch nur 13,7% zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Da die Einkommen ländlicher Bevölkerungsschichten deutlich unter denen, die nicht in der Landwirtschaft beschäftigt sind ist es zu einer sehr starken Migrationsbewegung gekommen.

Ziel der jetzt geförderten Projekte ist deshalb die Bekämpfung regionaler Unterschiede.

Als Beitrag zu einer partizipativen nachhaltigen Ent Entwicklung strebt das Projekt drei Ziele an:

– Erhöhung der Einkommen von Einwohnern benachteiligter Gebiete, – Verbesserung der Lebensbedingungen auf dem Land, – Schutz natürlicher Ressourcen, insbesondere Wasser.

Die Unterstützung durch die EU steht im Rahmen der Vorbereitung der tunesischen Wirtschaftsstruktur und privater Unternehmen auf die Aufnahme Tunesiens in das Wirtschaftsgebiet „Euro-Mediteran“.

EU: Kommunen und Regionen für Agenda 2000

Themen: Archiv — info @ 13:11

Brüssel (agrar.de) – Die im „Ausschuß der Regionen“ zusammengeschlossenen 222 Städte und Regionen innerhalb der EU unterstützen die Agenda 2000.

Bei der letzten Plenartagung innerhalb seiner ersten Mandatsperiode (4 Jahre) hat der AdR eine grundsätzlich positive Stellungnahme zur Agenda 2000 verabschiedet.

In ihr befürworten die europäischen Kommunen und Regionen die Vorschläge der Kommission künftig regionale Aspekte stärker in den Mittelpunkt zu rücken, die Gemeinsame Agrarpolitik (die gegenwärtig mit ca. 50% einen sehr großen Haushaltsposten bildet) zu reformieren und 74,8 Mrd. ECU für mit der Erweiterung zusammenhängende Maßnahmen zur Verfügung zu stellen.

An der Plenartagung am 19.-20.11. nahmen neben Kommissionspräsident Jacques Santer und Monika Wulf-Mathies (Regionalpolitik) auch Franz Fischler (Landwirtschaft) teil.

Tierproduktion: EU prüft Antibiotika – Verbot

Themen: Archiv — info @ 12:11

Brüssel – Auf Vorschlag von Landwirtschaftsminister Borchert und seineS dänischen Amtskollegen soll Tierfutter in Zukunft keine gesundheitsbedrohenden Zusatzstoffe mehr enthalten.

Wegen möglicher Gefahren für den Verbraucher werde derzeit ein europaweites Verbot von antibiotisch wirkende Stoffe in Tierfutter geprüft.

Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ unter Berufung auf das jüngste Treffen der EU-Agrarminister.

Bisher waren Antibiotika in Futtermitteln lediglich in Finnland und Schweden vollständig verboten.

Erst im Oktober hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf hingewiesen, daß durch Antibiotika in Tierfutter Resistenzen gegen bestimmte Krankheitserreger beim Menschen führen könnten.

Bis Anfang Dezember sollen jetzt die insgesamt acht wissenschaftlichen Ausschüsse der EU das tatsächliche Gefahrenpotential prüfen. Sie wurden anläßlich der BSE-Krise geschaffen und der Generaldirektion für Verbraucherpolitik und Gesundheitsschutz unterstellt.

Wie die Europäische Kommission soeben mitteilt, sind alle acht Ausschüsse mit 131 Wissenschaftler, Professoren und Ärzten neu besetzt worden.

Informationen über die neue Zusammensetzung und aktuelle Stellungnahmen finden Sie im Internet unter: http://europa.eu.int/en/comm/spc/scientif.html

EU: Ausschuß der Regionen diskutiert Lebendtiertransporte

Themen: Archiv — info @ 12:11

Brüssel (agrar.de) – Die im Ausschuß der Regionen (AdR) zusammengeschlossenen 222 Regionen der Europäischen Union haben mit Agrarkommissar Franz Fischler das Thema „Lebendtransport von Schlachttieren“ diskutiert.

Der AdR riet dabei von „extremen Forderungen“ ab und empfahl die nun endlich geschaffenen Rechtsgrundlagen umzusetzen, zu garantieren und zu kontrollieren.

Bei wiederholten Verstößen sollen zukünftig deutliche Konsequenzen gezogen werden, so z.B. der Entzug der Exporterlaubnis.

Maximalforderungen wie die gänzliche Abschaffung von Lebendtiertransporten und die Streichung von Exportprämien könnten gegenüber den Landwirten nicht vertreten werden, so der AdR.

Ländliche Entwicklung: Fischler fordert neue Ansätze – LEADER Symposium

Themen: Archiv — info @ 09:11

Brüssel (agrar.de) – EU Agrarkommissar Franz Fischler plädiert für eine Fortsetzung der Strukturpolitik zugunsten des ländlichen Raumes. „Wir müssen die vielfältigen Funktionen der ländlichen Räume und der Landwirtschaft für unsere Bürger und für die kommenden Generationen sichern“ sagte Fischler bei einem LEADER-Symposium in Brüssel.

Für eine erfolgreiche Anpassung der Landwirtschaft an neuen Aufgaben und die Entwicklung diversifizierter Beiträge zur ländlichen Entwicklung und Umweltschutz müßten vor allem stärkere Querverbindungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hergestellt werden.

Die Kommission habe, so Fischler, ihre Vorstellungen hierüber in ihrer Agenda 2000 dargelegt.

Jetzt gehe es darum über eine Ausgestaltung der neuen Gemeinschaftsinitiative (GI) LEADER nachzudenken. Mit der Fortführung des LEADER Programms bleibe eine der zukünftig auf insgesamt nur noch drei reduzierten GI dem ländlichen Raum vorbehalten. Sie werden mit rund 5% der gesamten Mittel des Strukturfonds finanziert.

Die Landwirtschaft alleine könne die größten Problem ländlicher Regionen, wie die Arbeitslosigkeit nicht lösen.

Es stelle sich also nun die Frage, inwieweit LEADER in Zukunft

– konstruktive Beiträge zur Schaffung ländlicher Arbeitsplätze, – praktische Beträge zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, – zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität sowie – zur Erhaltung des kulturellen Erbes

leisten könne ?

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